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Installationsplan Küche: Welche Anschlüsse wo sitzen müssen, damit später alles funktioniert

Wer eine neue Küche plant, denkt an Fronten, Arbeitsplatten und Geräte. Aber die Frage, wo genau Strom, Wasser und Abluft sitzen, wird oft erst dann gestellt, wenn der Elektriker schon vor der Wand steht. Der Installationsplan regelt all das – und entscheidet darüber, ob Ihre Küche am Ende reibungslos funktioniert oder täglich kleine Probleme macht.

Installationsplan einer Küche mit eingezeichneten Anschlüssen für Strom, Wasser und Abluft
Ein guter Installationsplan zeigt auf einen Blick, wo welche Anschlüsse sitzen

Installationsplan und Checkliste zum Download:

Wer Anschlüsse mit Elektriker oder Installateur abstimmen möchte, kann hier ein echtes Installationsplan Küche Beispiel PDF herunterladen. Das Dokument zeigt exemplarisch, wie Strom-, Wasser-, Abwasser- und Abluftanschlüsse in einer geplanten Küche eingezeichnet werden.

Zusätzlich hilft die Küchenanschlüsse-Checkliste PDF dabei, typische Planungsfehler frühzeitig zu vermeiden. Die Checkliste fasst alle wichtigen Punkte zusammen, die vor Montage, Verputzen oder Estrich geprüft werden sollten.

Warum ein Installationsplan bei einer Küche so wichtig ist

Die Probleme fallen meist erst im Alltag auf: Kochfeld, Backofen und Kaffeemaschine laufen gleichzeitig – und plötzlich fliegt die Sicherung raus, weil die Stromkreise falsch geplant wurden.

Oder das Wasser läuft nach dem Kücheneinbau nur noch langsam ab, weil beim Verschieben der Spüle das nötige Gefälle zum Fallrohr verloren gegangen ist.

Küchenberater erklärt Installationsplan am Papier
Der Installationsplan entsteht bei Mega Küchen als Teil der kostenlosen Küchenplanung

Beide Situationen wären vermeidbar gewesen. Der Installationsplan legt fest, wo genau Strom, Wasser, Abwasser und Abluft in der Küche sitzen müssen. Er verbindet das Küchenlayout mit der technischen Realität des Raums.

Bei Mega Küchen gehört der Installationsplan zur kostenlosen Planungsleistung beim Küchenkauf. Er wird im Rahmen der Küchenberatung individuell erstellt, abgestimmt auf Ihre Geräte, Ihre Möbelaufteilung und die Gegebenheiten vor Ort.

Besonders häufig melden sich Bauherren bei uns, die mitten in der Bauphase stecken und einen Installationsplan brauchen, bevor Wände verputzt oder Fliesen verlegt werden. Voraussetzung ist, dass die grobe Küchenform und die Geräteaufteilung feststehen. Grifffarbe, Frontenoptik oder Arbeitsplattentyp müssen zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden sein.

Ohne diesen Plan arbeiten Elektriker, Installateur und Küchenmonteur aneinander vorbei. Die meisten Fehler entstehen Wochen vor der Montage, wenn Anschlüsse ohne konkreten Küchenplan gesetzt werden.

Reihenfolge beachten: Der Installationsplan entsteht immer erst nach der individuellen Küchenplanung und dem millimetergenauen Aufmaß vor Ort. Erst wenn das finale Layout steht, werden Anschlüsse festgelegt. Danach wird bestellt, dann montiert. Wer Anschlüsse vor der Küchenplanung setzen lässt, plant die Küche um die Technik herum.

Welche Anschlüsse in einer Küche zusammen geplant werden müssen

In der Küchenplanung hängen Strom, Wasser, Abwasser und Abluft direkt voneinander ab. Wird die Spüle verschoben, verändert sich oft auch die Position von Unterschränken, Steckdosen oder Beleuchtung. Ein Kochfeld mit Muldenlüfter benötigt andere Abluftwege als eine klassische Dunstabzugshaube. Und eine Kücheninsel braucht Stromanschlüsse im Boden, bevor der Estrich gelegt wird.

Genau deshalb werden Küchenanschlüsse nicht einzeln geplant. Der Installationsplan verbindet Geräte, Möbel und Anschlüsse zu einem Gesamtsystem. Fehler entstehen meist dann, wenn Elektriker oder Installateur arbeiten, bevor die Küchenplanung final abgestimmt ist.

Steckdosen in der Küche richtig verteilen: Hauptarbeitsfläche, Insel, Essplatz

Steckdosen über der Küchenarbeitsplatte für Kleingeräte
Steckdosen für die Küche gehören dorthin, wo im Alltag gearbeitet wird

Der wichtigste Bereich ist die Hauptarbeitsfläche. Dort stehen Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster und je nach Haushalt ein Thermomix oder eine Küchenmaschine. Planen Sie hier mindestens drei bis vier Steckdosen über der Arbeitsplatte ein. Zwei reichen fast nie.

An der Kücheninsel – falls vorhanden – wird die Steckdose oft vergessen. Ein Bodenanschluss muss vor dem Estrich geplant werden. Nachrüsten ist praktisch unmöglich.

Am Essplatz oder an einer Theke ist eine Steckdose sinnvoll – etwa für ein Ladekabel. Wer Rezepte auf dem Tablet liest, braucht Strom in Reichweite. Eine USB-Steckdose an der richtigen Stelle löst das.

Auch eine Gerätegarage verdient eigene Steckdosen. Und wer eine Steckdose im Hochschrankbereich vergisst, muss später für eine eingebaute Kaffeemaschine oder Mikrowelle aufwendig nachrüsten.

Versenkbare Steckdosenleiste in einer Küchenarbeitsplatte
Versenkbare Steckdosen verschwinden bei Nichtgebrauch in der Arbeitsplatte

Wer eine aufgeräumte Optik bevorzugt, kann versenkbare Steckdosen einplanen. Diese sitzen in der Arbeitsplatte und werden bei Bedarf nach oben gedrückt. Dafür braucht es einen Ausschnitt und eine Stromzuführung im Installationsplan.

Warum moderne Küchen mehr Stromkreise brauchen

Ein Kochfeld mit integriertem Dunstabzug, ein Backofen und ein Kaffeevollautomat gleichzeitig – das reicht in manchen Küchen bereits aus, um einzelne Stromkreise an ihre Grenzen zu bringen. Dazu kommen Geräte, die bei der Planung oft vergessen werden: Airfryer, Thermomix, Dampfgarer usw.

Genau deshalb reicht es nicht, einfach „genug Steckdosen“ einzuplanen. Entscheidend ist, welche Geräte gleichzeitig laufen und wie die Stromkreise verteilt werden. Besonders Induktionskochfelder, Dampfgarer oder Muldenlüfter stellen andere Anforderungen an die Elektroplanung als ältere Küchen.

Wer zusätzliche Steckdosen und Stromkreise früh mitplant, spart sich später sichtbare Nachrüstungen in der fertigen Küche. Beim Neubau oder bei einer Renovierung kostet ein zusätzlicher Anschluss meist deutlich weniger als eine nachträgliche Änderung.

Moderne Küche mit vielen Elektrogeräten auf der Arbeitsplatte
Thermomix, Kaffeevollautomat, Airfryer – die Gerätevielfalt erfordert mehr Stromanschlüsse als früher

Welche Geräte eigene Stromkreise oder Sicherungen brauchen können

Manche Küchengeräte ziehen so viel Strom, dass sie eine eigene Absicherung brauchen. Besonders bei der Wahl zwischen Induktion oder Ceran spielt das eine Rolle, weil der Strombedarf sich deutlich unterscheidet.

Die folgende Tabelle gibt eine Orientierung. Die konkreten Werte hängen vom jeweiligen Hersteller und Modell ab.

GerätEigene Sicherung sinnvollTypische AbsicherungSteckdose hinter Gerät sinnvollTypische Höhe (Orientierung)
Kochfeld (Induktion)Ja, zwingendca. 16 A oder 32 A (Starkstrom)Nein – seitlich versetzenca. 10–30 cm über Boden
BackofenJa, empfohlenca. 16 ANein – Sockelbereich oder auf Gerätehöhe hinter dem HochschrankSockelbereich oder auf Einbauhöhe
GeschirrspülerJa, empfohlenca. 16 ANein – im Nachbarschrankca. 30–50 cm über Boden
EinbaukühlschrankEmpfohlenca. 16 ANein – SockelbereichSockelbereich (Stecker muss erreichbar bleiben)
StandkühlschrankEmpfohlenca. 16 ANein – neben dem Gerätca. 30–50 cm über Boden, seitlich versetzt
DampfgarerJa, empfohlenca. 16 ANein – Sockelbereich oder auf Gerätehöhe hinter dem HochschrankSockelbereich oder auf Einbauhöhe
MikrowelleNicht zwingendca. 10–16 ASockelbereich oder auf Gerätehöhe hinter dem HochschrankSockelbereich oder auf Einbauhöhe
DunstabzugshaubeNicht zwingendca. 10–16 AHinter Haube oder im Oberschrankca. 180–220 cm über Boden
Nutzdosen (Kleingeräte)Neinca. 10–16 AÜber der Arbeitsplatteca. 100–115 cm über Boden – Anzahl je nach Gerätebestand

Wenn Sie den Installationsplan an Ihren Elektriker übergeben, enthält er alle relevanten Gerätepositionen und Anschlussarten. Die konkrete Umsetzung – Kabelquerschnitte, Absicherung im Sicherungskasten, Leitungswege – liegt dann in der Verantwortung des Elektrikers.

Praxis-Tipp: Bei Backofen oder Geschirrspüler sind die Steckdosenpositionen weitgehend standardisiert und kaum herstellerabhängig. Anders bei Dunstabzugshauben und Kochfeldern – dort unterscheiden sich die Anforderungen je nach Modell erheblich. Die Entscheidung zwischen Muldenlüfter und klassischer Dunstabzugshaube sollte deshalb so früh wie möglich fallen. In der Praxis erstellen wir Installationspläne manchmal bereits in einer frühen Bauphase, ohne dass alle Geräte festgelegt sind. Das funktioniert, solange die Küchenform, die Geräteaufteilung und die grundsätzliche Entscheidung beim Dunstabzug stehen.

Welche Höhe für Küchenanschlüsse als Orientierung sinnvoll ist

Die richtige Höhe der Küchenanschlüsse entscheidet darüber, ob Geräte und Schränke passen
Die Höhe eines Anschlusses entscheidet oft darüber, ob ein Gerät passt oder nicht. Ein Geschirrspüler, dessen Steckdose genau auf Korpushöhe sitzt, lässt sich nicht einschieben. Ein Wasseranschluss, der zu hoch liegt, blockiert den Unterschrank.

Steckdosen für Kühlschrank oder Backofen lassen sich im Sockelbereich positionieren. Der Stecker bleibt dann erreichbar und kann im Servicefall gezogen werden, ohne das Gerät ausbauen zu müssen. Voraussetzung ist eine ausreichende Sockelhöhe.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über typische Anschlusshöhen. Alle Werte sind Richtwerte – die tatsächliche Höhe hängt immer von der konkreten Küchenplanung ab.

AnschlussartTypische Höhe (Orientierung)Abhängig von
Nutzdosen (Arbeitsplatte)ca. 100–115 cm über BodenArbeitsplattenhöhe, ca. 10–15 cm darüber
Wasseranschluss (Spüle)ca. 50–60 cm über BodenUnterschrankhöhe, Siphon-Position
Abwasseranschlussca. 25–40 cm über BodenGefälle zum Fallrohr, Unterschrankhöhe
Starkstrom (Kochfeld)ca. 10–30 cm über BodenKochfeldtyp, seitlich versetzt positionieren
Geräteanschlüsse (Sockelbereich)Sockelhöhe (ca. 10–15 cm)Sockelhöhe der Küche, Stecker muss ziehbar bleiben
Geräteanschlüsse (Hochschrank)Auf Einbauhöhe des GerätsBackofen-, Dampfgarer- oder Mikrowellenposition
Dunstabzugshaubeca. 180–220 cm über BodenHaubentyp, Oberschrankhöhe
Beleuchtung (Hängeschränke)Oberkante Hängeschrank oder darüberHängeschrankhöhe, Raumhöhe, Beleuchtungstyp
Kücheninsel (Bodenanschluss)Im Estrich / BodenkanalMuss vor dem Estrich geplant werden

Häufiger Planungsfehler: Ein Starkstromanschluss sitzt direkt hinter dem Backofen. Das Gerät lässt sich nur mit Gewalt einschieben und drückt auf das Kabel. Im besten Fall klemmt der Auszug daneben. Im schlechteren Fall wird das Kabel beschädigt. Kosten und Aufwand für das Versetzen wären vermeidbar gewesen.

Warum Abluft und Kernlochbohrung früh geplant werden müssen

Die Dunstabzugshaube wird bei der Küchenplanung oft als letztes besprochen. Sie ist aber eines der ersten Themen im Installationsplan. Eine Abluftführung nach außen erfordert ein Loch in der Außenwand – als Mauerdurchbruch oder Kernlochbohrung – mit exakter Position, passendem Durchmesser und meistens Abstimmung mit dem Bauträger oder der Hausverwaltung. Ob Abluft oder Umluft die bessere Lösung ist, sollte deshalb früh geklärt werden.

Abluftrohr einer Dunstabzugshaube durch die Außenwand
Abluft braucht den richtigen Durchmesser – sonst verliert die Haube an Leistung

Der häufigste Fehler: ein zu kleiner Durchmesser. Wenn die Haube ca. 150 mm empfiehlt, das Abluftrohr aber nur 120 mm misst, entsteht ein Staudruck. Die Haube arbeitet lauter, zieht weniger ab und es kann dauerhafter Unterdruck im Raum entstehen. In manchen Fällen führt das zum Garantieverlust beim Haubenhersteller. Besonders kritisch, wenn das Abluftloch bereits vorhanden ist und die neue Haube andere Anforderungen hat.

Moderne Mauerkästen öffnen sich elektrisch und automatisch, sobald die Dunstabzugshaube in Betrieb geht. Das verhindert Zugluft und Wärmeverlust. Damit der Mauerkasten funktioniert, braucht er eine eigene Stromzuführung an der Außenwand.

Die Kernlochbohrung gehört zum Installationsplan. Wer sie vergisst oder zu spät beauftragt, riskiert Verzögerungen bei der gesamten Küchenmontage. Bei Mietwohnungen ist zusätzlich eine Genehmigung des Vermieters nötig.

Wasseranschluss und Abwasser: Warum das nicht dasselbe ist

Viele sprechen vom „Wasseranschluss“ und meinen alles gleichzeitig. In der Planung sind Wasserzulauf und Abwasser aber zwei völlig unterschiedliche Themen.

Der Wasseranschluss selbst – Warm- und Kaltwasser – ist relativ flexibel. Leitungen lassen sich mit überschaubarem Aufwand verlegen oder verlängern. Wer zusätzliche Armaturen plant – etwa einen Wasserhahn mit Sprudelfunktion – sollte bedenken, dass diese Systeme eigene Wasseranschlüsse und oft auch eine Steckdose unter der Spüle benötigen.

Beim Abwasser sieht es anders aus. Abwasserrohre brauchen ein Gefälle zwischen ca. 0,8 und 1,7 %. Zu wenig Gefälle führt zu stehendem Wasser und Ablagerungen. Zu viel Gefälle lässt das Wasser zu schnell ablaufen, Feststoffe bleiben zurück – auch das erzeugt Ablagerungen. Der Mindestquerschnitt liegt bei DN 50. Um ein Leersaugen des Geruchverschlusses zu vermeiden, ist DN 70 vorzuziehen. Sollte DN 70 aus Platzgründen nicht möglich sein, muss am oberen Ende der Leitung ein Rohrbelüfter installiert werden.

In unterkellerten Räumen gibt es mehr Spielraum. Abwasser lässt sich über den Keller einfacher umleiten als in einer Erdgeschosswohnung ohne Zugang zur Bodenplatte. Auch der Siphon unter der Spüle braucht Platz im Unterschrank und muss zugänglich bleiben.

Wasserleitungen und Stromkabel dürfen sich nicht kreuzen. Wenn das Anschlusskabel des Geschirrspülers über die Wasserschläuche des Wasserhahns verläuft, entsteht ein Sicherheitsrisiko. Bei einem Wasserschaden kommt zum Wasserproblem die Gefahr eines Stromschlags dazu. Im Zweifel lieber eine Steckdose versetzen.

Wasseranschluss (Zulauf)

Warm- und Kaltwasser. Relativ flexibel verlegbar. Position hängt von Spüle und ggf. Geschirrspüler ab. Höhe typischerweise ca. 50–60 cm über Boden.

Abwasseranschluss (Ablauf)

Braucht Gefälle zum Fallrohr (ca. 0,8–1,7 %). Deutlich weniger flexibel. Mindestquerschnitt DN 50, besser DN 70. Unterkellerung erleichtert Umpositionierung.

Welche Unterschiede Kunden aus Frankreich oder der Schweiz beachten sollten

Die Küche ist geplant, der Installationsplan steht – und dann stellt sich heraus, dass die Steckdosen im Haus nicht zum Geräte-Stecker passen.

Unterschiedliche Steckdosentypen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz
Steckdosentypen und elektrische Standards unterscheiden sich je nach Land

In Frankreich weichen Steckdosentypen und Absicherungsstandards teilweise von den deutschen ab. Geräte, die für den deutschen Markt gebaut sind, passen nicht automatisch in eine französische Installation. Ein typisches Problem in französischen Küchen: Die Steckdose für den Geschirrspüler sitzt direkt hinter dem Gerät. Der Stecker erhöht die Einbautiefe, das Gerät steht nicht bündig, und bei einem Wasseraustritt befindet sich die stromführende Verbindung im direkten Gefahrenbereich. Die Steckdose sollte idealerweise in den Nachbarschrank versetzt werden.

In der Schweiz gilt ein eigener Steckdosenstandard (Typ J). Alle Geräte, die über Mega Küchen geliefert werden, haben deutsche Stecker. Für Kunden in der Schweiz liefern wir passende Adapter mit. Der Stecker mit Adapter steht weiter von der Wand ab als ein normaler Stecker – das muss bei der Positionierung berücksichtigt werden, damit Geräte bündig eingeschoben werden können.

Für Grenzgänger: Sprechen Sie das Thema Steckdosentypen und Absicherung frühzeitig in der Küchenplanung an. Mega Küchen betreut Kunden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz – inklusive Verzollung und MwSt.-Abwicklung. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zum Küchenkauf für Kunden aus der Schweiz.

Diese Planungsfehler sorgen später für echte Probleme

Steckdose hinter dem Gerät

Backofen oder Geschirrspüler blockiert den Zugang. Das Gerät lässt sich nicht bündig einbauen oder drückt auf das Kabel.

Keine Arbeitssteckdosen

Alle Anschlüsse verschwinden hinter Geräten. Auf der Arbeitsfläche kein einziger nutzbarer Steckplatz.

Falscher Abluftdurchmesser

Vorhandenes Loch passt nicht zur neuen Haube. Leistungsverlust, Lärm und möglicher Garantieverlust.

Fehlendes Abwassergefälle

Spüle wurde versetzt, aber das Gefälle stimmt nicht mehr. Wasser staut, Gerüche entstehen.

Kücheninsel ohne Strom

Im Boden fehlt der Anschluss. Nachrüsten nach dem Estrich ist extrem aufwendig.

Strom und Wasser über Kreuz

Kabel kreuzt Wasserschläuche. Bei Wasserschaden entsteht zusätzlich Stromschlaggefahr.

Muster eines echten Küchen-Installationsplans

Der folgende Installationsplan zeigt exemplarisch, wie ein solches Dokument aussieht, wenn es auf eine konkrete Küchenplanung abgestimmt ist.

In einem vollständigen Installationsplan sind Positionen für Steckdosen, Starkstromanschlüsse, Wasserzu- und -ablauf, Abluftdurchbruch und Beleuchtungsanschlüsse maßgenau eingezeichnet. Die Höhenangaben beziehen sich auf den fertigen Fußboden. Jede Position ist einem konkreten Gerät oder Möbelstück zugeordnet.

Das Dokument wird vom Küchenberater erstellt und an den Elektriker sowie den Installateur übergeben.

Häufige Fragen zu Küchenanschlüssen und Installationsplänen

Wie viele Steckdosen braucht eine Küche?

Das hängt von Geräten und Arbeitsgewohnheiten ab. Als Orientierung: Mindestens drei bis vier Steckdosen über der Hauptarbeitsfläche, dazu eigene Anschlüsse für Backofen, Geschirrspüler, Kühlschrank und Dunstabzugshaube. In modernen Küchen mit vielen Kleingeräten sind sechs bis acht Arbeitssteckdosen keine Übertreibung.

Braucht jede Küche Starkstrom?

Nicht zwingend. Autarke Induktionskochfelder benötigen in der Regel Starkstrom. Gas- oder Cerankochfelder und herdgebundene Kochfelder können anders abgesichert sein. Prüfen Sie die Herstellerangaben des konkreten Geräts.

Wo sollte der Wasseranschluss in der Küche sitzen?

Typischerweise hinter dem Unterschrank der Spüle, bei ca. 50 bis 60 cm Höhe. Die genaue Position hängt von der Küchenplanung ab. Auch der Geschirrspüler braucht einen Wasserzulauf – meist über denselben Anschluss per Verteiler.

Wie groß muss ein Abluftloch in der Küche sein?

Das richtet sich nach dem Mindestdurchmesser der Dunstabzugshaube. Üblich sind ca. 120 bis 150 mm. Ein zu kleines Abluftloch reduziert die Leistung der Haube und kann zu Unterdruck führen.

Kann man Küchenanschlüsse später noch versetzen?

Grundsätzlich ja, aber mit deutlich höherem Aufwand. Steckdosen lassen sich relativ einfach versetzen. Wasseranschlüsse erfordern mehr Arbeit. Abwasser ist am schwierigsten, weil das Gefälle stimmen muss. Am einfachsten ist alles, was vor dem Fliesen oder Verputzen passiert.

Was kostet ein Installationsplan für die Küche?

Bei Mega Küchen ist der Installationsplan im Kaufpreis der Küche enthalten und wird individuell erstellt. Externe Planungen durch Elektriker oder Architekten können separat kosten.

Installationsplan erstellen lassen?

In unserer Küchenberatung planen wir Ihre Küche inklusive aller Anschlüsse – kostenlos und individuell.

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Küchenformen

Fachliche Grundlagen und Normen für Küchenanschlüsse

Eine feste Normhöhe, die für jeden Wasseranschluss in jeder Küche gilt, gibt es in der Praxis nicht.
Die richtige Position ergibt sich aus der Küchenplanung, der Spüle, dem Unterschrank, dem Siphon,
dem Geschirrspüler und der Abwasserführung.

Für die fachgerechte Ausführung orientieren sich Elektriker, Installateure und Küchenplaner aber an
verschiedenen DIN-, VDE- und technischen Regeln. Die folgende Übersicht dient als Quelle und Einordnung,
welche Normen im Zusammenhang mit Küchenanschlüssen eine Rolle spielen können.

ThemaNorm / RegelwerkBedeutung für die Küchenplanung
Steckdosen und Elektro-Installationszonen
DIN 18015-3
Relevant für die Planung von Leitungsführung, Steckdosen, Schaltern und elektrischen Anschlusspunkten
in Wohngebäuden.
Elektrische Mindestausstattung
DIN 18015-2
Gibt Orientierung für Art und Umfang der elektrischen Mindestausstattung in Wohngebäuden,
zum Beispiel bei Steckdosen und Stromkreisen.
Spüle und Wasseranschluss
DIN EN 695
Bezieht sich auf Anschlussmaße von Küchenspülen und ist deshalb im Spülenbereich relevant.
Trinkwasserinstallation
DVGW / Technische Regeln
Für die fachgerechte Planung und Ausführung von Trinkwasserleitungen sind unter anderem
DIN EN 806, DIN 1988 und DIN EN 1717 relevant. Die Umsetzung gehört in die Hände eines
qualifizierten Fachbetriebs.
Abwasser und Entwässerung
DIN EN 12056

/

DIN 1986-100
Relevant für Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden und auf Grundstücken. Für die Küche
betrifft das vor allem Abwasseranschluss, Gefälle, Leitungsführung und Anschlussleitungen.
Abluft und Lüftung
DIN 1946-6
Kann bei Lüftungskonzepten in Wohnungen relevant sein, besonders bei Neubauten, dichter Gebäudehülle
oder besonderen Abluftsituationen. Für die konkrete Dunstabzugshaube sind zusätzlich die
Herstellerangaben entscheidend.
Elektrische Schutzmaßnahmen
DIN VDE 0100-410
Betrifft Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag. Für Kunden ist das meist nur indirekt wichtig,
weil Planung, Absicherung und Ausführung durch den Elektriker erfolgen müssen.

Wichtig: Die genannten Normen und Regelwerke geben technische Rahmenbedingungen vor. Sie legen aber
nicht pauschal fest, dass ein Wasseranschluss in jeder Küche auf exakt derselben Höhe sitzen muss.
Die genaue Position wird im Installationsplan festgelegt und sollte immer mit Küchenplaner,
Elektriker und Installateur abgestimmt werden.